
Selektive perkutane Thermokoagulation der Wirbelgelenke und des Kreuz-Darmbeingelenkes

Bei dieser hocheffektive Schmerztherapie wird der betroffene Wirbelsäulenabschnitt örtlich betäubt. Unter Röntgenkontrolle sucht der Arzt mit der Kanüle gezielt den Schmerzpunkt an den Wirbelsäulengelenken. Dorthin führt er dann die Hitzesonde in einem ganz bestimmten Winkel ein. Mittels Computersteuerung wird überprüft, ob die Sonde auch an den betroffenen Nervenfasern liegt, die behandelt werden sollen. Jetzt wird die betroffene Stelle noch einmal örtlich betäubt. Dann werden mit der Sondenspitze mehrere kleine Bezirke verödet.
Das Ziel diese Methode ist, die Leitfähigkeit der betroffenen Schmerzfasern zu unterbrechen, damit sich der Schmerz nicht weiter ausbreiten kann. Da jedes Wirbelgelenk von mehreren Schmerzfasern versorgt wird, müssen oft mehrere Stellen behandelt werden.

Indikation

  | Therapieresistente Facettengelenkschmerzen (Wirbelgelenkschmerzen), segmentaler Schmerz (nichtradikulär, nicht ausstrahlend), der auf wiederholte diagnostische Blockaden anspricht
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  | Wirbelgelenksverschleiß
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  | Wirbelsäulenverformung
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  | Wirbelgleiten (Instabilität)
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  | gleichzeitiger Bandscheiben- und Wirbelgelenksverschleiß
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  | Instabilität nach Bandscheiben- und Wirbelsäulenoperation
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Beurteilung

Diese ambulante perkutane Thermokoagulation hat eine eine mehrjährige Wirkungsdauer und kann meist eine operative Intervention vermeiden. Sie reduziert auch den weiteren Medikamentenverbrauch. Der Patient ist schnell wieder mobil und eine gezielte, stabilisierende und isometrische Physiotherapie kann schnell eingeleitet werden
Die körperliche Belastbarkeit und der Wiedereintritt der Arbeitsfähigkeit sind unmittelbar nach dem Eingriff, unterschiedliche Sportarten sind frühzeitig danach, wieder möglich.


Vorteil

Die Wirkungsdauer der perkutanen Thermokoagulation ist wesentlich länger als die von ähnlichen Verfahren.
In der nationalen und der internationelaen Literatur werden Erfolsquoten von 85 Prozent angegeben.

