Schmerz verstehen. Schmerz behandeln. Schmerz vergessen.

Die Orthopädie ist in heftiger Bewegung. Fast täglich kann man von neuen Operationstechniken lesen. Es ist ein Prozess, der den Ärzten neben Kreativität und Offenheit auch Traditionsbewusstsein und eine faire Partnerschaft im respektvollen Umgang mit den Patienten abverlangt.


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 Prof. Dr. Klaus Peter Schulitz
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 Dr. Kurt Schöppe
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 Omar Omar-Pasha
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 Patienten schätzen die freundliche Empfangsatmosphäre.
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 Modernste Diagnostikverfahren stehen zur Verfügung.
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 Das GTZ verfügt auch über eine Praxis für Physiotherapie mit Schlingentisch
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 und eine medizinische Kräftigungstherapie.
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Rückenspezialisten Das Godesberger Therapiezentrum (GTZ), Klinik für spezielle orthopädische Chirurgie und Wirbelsäulenerkrankungen, vereint Tradition und modernste Therapieverfahren. Dabei wird die Reihenfolge der Therapie an die individuellen biologischen Besonderheiten des Patienten angepasst. Die Operation sollte generell der letzte Schritt sein , so Dr. Kurt Schöppe, Facharzt für Orthopädie und Leiter des GTZ. Er beginnt immer mit einem intensiven Patientengespräch, dem eine exakte differentialdiagnostische Abklärung folgt. Kurt Schöppe und sein Doktorvater Prof. Dr. Klaus Peter Schulitz haben dafür gemeinsam vor rund zwanzig Jahren ein Konzept erstellt. Dieses Flussdiagramm ist eine Art Ausschlussverfahren zur Feststellung der Schmerzursache für Rückenschmerzen, bei dem die Operation an letzter Stelle steht. Ein Konzept, das sich bis heute bewährt hat und dass die Rückenspezialisten Schöppe & Schulitz im GTZ regelrecht leben.
Fünf Jahre lang leitete Kurt Schöppe in der Düsseldorfer Uniklinik eine Rückenproblem- Sprechstunde. Hier suchten ihn größtenteils voroperierte Patienten auf. Fast alle Patienten brachten unzählige Röntgenaufnahmen mit. Umso erstaunter waren sie, dass Kurt Schöppe die Aufnahmen und Ärzteberichte erst einmal nicht sehen wollte. Ich möchte wissen, wo die Schmerzen des Patienten sitzen nicht, was er für eine Vordiagnose hat. Nur so kann ich unvoreingenommen an den Fall herangehen. Voroperierte Patienten brauchen eine besonders intensive Beratung, für die sich Kurt Schöppe auch ruhig eine halbe Stunde Zeit lässt. Kein Wunder also, dass sich der Orthopädie-Spezialist heute fast nur noch um Problemfälle und Patienten mit chronischen Schmerzen kümmert.
Kurt Schöppe ist klar, dass man in manchen Fällen nicht um eine Operation herumkommt. Doch dafür gibt es neue, schonendste Wege: Ist die Operation für den Bandscheibenvorfall unumgänglich, sollte sie auf jeden Fall nur minimal-invasiv sein , erklärt der Diagnostiker, der selbst verschiedene endoskopische Verfahren in Deutschland mit eingeführt hat.
Zur Beseitigung eines Bandscheibenvorfalls operiert er mit der Thessys-Methode, die in der Alpha Klinik in München von Dr. Hoogland entwickelt und patentiert wurde. Dabei wird der Eingriff direkt am Bandscheibenvorfall und nicht am Bandscheibenkern vorgenommen. Auf diese Weise kann man den Bandscheibenvorfall unter Sichtkontrolle direkt vor dem Nerv heraus operieren ohne wie sonst üblich den Wirbelkanal beschädigen zu müssen. Bei diesem endoskopischen Verfahren erfolgt die Operation durch einen seitlich an die Wirbelsäule geführten, nur 6 Millimeter kleinen Arbeitskanal. Es ist nur noch eine lokale Betäubung nötig; der Eingriff ist risikoärmer und für den Patienten schonender. Der Eingriff ist ambulant durchführbar, die Nachbehandlung deutlich verkürzt.
Nicht nur Patienten mit Bandscheibenvorfall, sondern auch Patienten mit degenerativen Bandscheibenerkrankungen kann im GTZ geholfen werden. Bei ihnen verursachen in den Bandscheibenring eingewachsene Nerven die Schmerzen. Mit Thermokoagulation wird die Schmerzleitung am Wirbelgelenk unterbrochen oder es werden die Schmerzrezeptoren im Bandscheibenring (IDET-Verfahren) ausgeschaltet. Bei diesen Methoden ist ebenfalls nur eine örtliche Betäubung notwendig und der Patient kann bereits eine Stunde nach dem Eingriff nach Hause gehen.
Dr. Schöppe operiert nicht nur in seiner eigenen Praxisklinik, sondern auch als Konziliararzt in der Bonner Robert Janker Klinik. Durch die Kooperation können Patienten mit Bandscheibenproblemen mithilfe der bildgebenden Diagnostik, wie Magnet-Resonanz- Tomographie (MRT) und Computer-Tomographie (CT), untersucht und therapiert versorgt werden. Und dennoch: Ich habe kein Problem damit, Patienten auch einmal abzugeben. Man sollte sich generell niemals überschätzen , so Kurt Schöppe. Es geht immerhin um einen Menschen.
Seit neuestem kann auch als austherapiert geltenden Patienten eine Chance auf Schmerzlinderung geboten werden. Der derzeit noch in Hamburg praktizierende Experte, Omar Omar-Pasha, hat eine Behandlungsmethode entwickelt, die bei komplexen Schmerzen einsetzbar ist u.a. auch bei mehrfach voroperierten Patienten. Die Behandlungspalette des PASHA-Katheters reicht von der gepulsten Hochfrequenzbehandlung des Rückenmarks bis zur Injektion von Medikamenten. Bis Ende des Jahres sind die kooperierenden Ärzte für Eingriffe mit dem Katheter komplett ausgebucht. Es ist also verständlich, dass Kurt Schöppe glücklich ist, Omar-Pasha nun dauerhaft an den Rhein holen zu können. Der Deutsch-Syrer, der in Recklinghausen geboren und in Köln, Freiburg und Hannover ausgebildet wurde, hat als Chirurg auch 15 Jahre Erfahrung in der Schmerzchirurgie.
Als Diagnostiker hat Kurt Schöppe mit seinem früheren Lehrer Klaus-Peter Schulitz ein Forschungsinstitut für Rückenschmerztherapie (FIRST) gegründet, das direkt an ihre Praxis angeschlossen ist. Auf diese Weise sind beide Bandscheibenspezialisten ständig auf dem neuesten Stand der Forschung. Zusätzlich verfügt das GTZ über eine Praxis für Physikalische und Rehabilitative Medizin, eine Praxis für Physiotherapie und eine Medizinische Kräftigungstherapie. Das Godesberger Therapiezentrum hat den Rückenschmerzen den Kampf angesagt.
